Geschichte des Schwertkampfs


Die Epoche


Der geschichtliche Abschnitt mit dem wir uns intensiv beschäftigen reicht vom 13. Jh. bis ins 15. Jh. In dieser Zeit gewannen die städtischen Stände immer mehr an Macht und Ansehen.
Fechtmeister reisten umher und unterrichteten in öffentlichen Schulen.

Die Marxbrüder


1487 erhält in Frankfurt am Main die Fechtergilde "Bruderschaft von St. Markus vom Löwenberge",
auch Marxbrüder genannt, von Kaiser Friedrich dem III. ein besonderes Privileg.
Die "Meister vom langen Schwert" der Marxbrüder durften fortan als Einzige das Fechten unterrichten.
Damit hatten sie eine Monopolstellung.
1570 gründeten Fechter in Prag eine neue Gesellschaft, die "Federfechter", die dann 1575 auch in Frankfurt am Main gegen den Protest der Marxbrüder vom Rat der Stadt zugelassen wurden.
1607 erhielten die Federfechter die selben Rechte wie die Marxbrüder.

Im 15. Jh. entstanden auch eine ganze Reihe von Fechtbüchern der deutschen Schule.

Die Quellen

 
Das früheste erhaltene Fechtbücher ist ein Traktat über den Umgang mit Schwert und Buckler. Geschrieben wurde es wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jh. von einem Mönch namens Luitger.
Da das Fechtbuch in den Tower Armouries in Leeds aufbewahrt wird und die Register-Nr. I.33 hat, wird es häufig als "Towerfechtbuch" oder schlicht als "I.33" bezeichnet.

Die Vaterfigur des langen Schwertes war Johannes Lichtenauer gegen Ende des 14. Jh.
Sein Werk ist uns hauptsächlich durch die Arbeiten von Siegmund Ringeck (1440), Hans Talhoffer (1443, 1459, 1467), Jud Lew (1450) Johannes Lecküchner (1478) und anderen, wie das HS 3227a, erhalten geblieben.
Sie alle lehrten die Liechtenauer Tradierung.

Eine genaue Liste zeitgenössischer Fechtbücher kann gerne bei uns angefordert werden.

Bei speziellen Fragen helfen wir gerne weiter.